Wie hat es eigentlich mit unserer Bäckerei und Konditorei angefangen?

Wie schon immer bei uns üblich, wurde nicht immer nur gebacken sondern auch erneuert, erweitert, angebaut, verändert - um immer mit der Zeit zu gehen ohne aber dabei unsere traditionelle Herkunft zu vergessen.

Ich beginne mit meinen Eltern: Meine Mutter Ingrid kam Ende der 30er Jahre in Ottlar, einem kleinen Dorf im Waldecker Upland zu Welt. Durch eine kleine „Hilfestellung“ ihres Bruders lernte sie 1958 meinen Vater Gerhard kennen, und die Beiden heirateten zwei Jahre später. 1965 übernahm dann mein Vater als Bäcker und Konditormeister den Betrieb von seiner Mutter Irmgard. Etwas später begannen dann die bauaktivsten Jahre. Auf dem Platz der aufgegebenen Landwirtschaft entstand 1966 ein neues Gebäude mit Wohnraum und einer sehr großzügigen Backstube, mit neuem und damals modernstem Inventar.

Das ursprüngliche Geschäftshaus, mit dem kleinen Bäckerladen und dem Café, wurde 1973 abgebrochen und so konnte ein neues Wohn- und Geschäftshaus  entstehen. Mit einer großen Feier wurde dann auch der neue, geräumige Laden und das modern und gemütlich eingerichtete Café eingeweiht.

Vor meinen Eltern führte meine Oma Irmgard den Betrieb. Nach dem frühen Tod ihres Mannes Gustav musste sie sich allein in den schwierigen Jahren während und nach dem 2. Weltkrieg behaupten. Doch auch in dieser Zeit wurde, trotz der bedrückenden Umstände, immer nach vorn gerichtet gearbeitet. So wurden einige Umbauten durchgeführt, der erste motorbetriebene Lieferwagen und ein moderner Ofen angeschafft.

Konnte das der Urahne und Betriebsgründer Gustav Weber schon ahnen, als er 1845 mit gerade einmal 18 Jahren den Ofen im damals neuen Haus an der heutigen Landesstraße 28 anzündete und seine Bäckerei eröffnete? Vielleicht hat er in diesem Moment nicht darüber nachgedacht, ob seine Bäckerei auch noch mehr als 160 Jahre später bestehen würde. Aber er war fest entschlossen, sein Glück zu versuchen und den Start in die Selbstständigkeit zu wagen, nachdem das alte Haus 1844 beim großen Sachsenberger Stadtbrand niederbrannte. Ob in jenem Haus schon eine Bäckerfamilie ihr Handwerk betrieb ist leider unklar.

Über die vielen Jahrzehnte hat jede Generation auf ihre Art zum Bau und zum Erhalt des Familienunternehmens beigetragen. Und so stehe ich nun heute an der Spitze unserer Firmengeschichte, auf die ich mit Freude und Dankbarkeit zurückblicken kann.

Und wer weiß, was die Zeiten bringen - vielleicht gibt es ja auch jemanden, der die Geschichte der Bäckerei & Konditorei Weber mit neuen Ideen und Elan in der nächsten Generation fortführen wird.
Doch bis dahin ist es ja noch Zeit und zunächst mal bin ich noch damit dran, kreativ und ideenreich die Betriebsgeschicke zu gestalten.

 

 

Freitag im Angebot:

  • Brot vom Einweihungsfest - 750 g für 3,00 €
  • Butterberliner - 3 Stück für 3,00 €