Alt-Text

Liebe Kundinnen und Kunden, kurz vor Weihnachten traf ein Brief bei mir ein, Absender war eine Stammkundenfamilie. So stand es jedenfalls am Ende des halbseitigen Textes. Los ging es mit dem Satz: "Zwischen schön Schreiben/Reden und tatsächlichem Handeln liegen leider Welten." Dann folgte eine Aufzählung verschiedener Mängel, die mir vorgeworfen wurden: Die "durchaus hochpreisigen" Brötchen würden klein und kleiner, den versprochenen Ausgleich in Form von gratis beigelegten Brötchen gäbe es nicht und es würde gemogelt, weil Vortagsware zum regulären Preis über die Ladentheke ginge. Diese Mängelliste hat bei mir schon mal gesessen. So richtig schlimm wurde es aber mit dem Satz: "Für Ihre Mitarbeiter hoffen wir, dass Sie tagtäglich ihre gute Arbeit anerkennen und es sich bei Ihren Formulierungen in den Brotkalendern der letzten Monate nicht auch nur um gute Worte handelt ("tolle Mitarbeiter", etc.)."

Kritik, zumal dann, wenn sie konstruktiv formuliert wird, gehört in jedem Berufsleben dazu. Ganz bestimmt auch in meinem. Deshalb geben mir die Vorwürfe was Qualität und Quantität meiner Ware angeht sehr zu denken. Dass es Schwankungen bei Größen und Gewichten gibt, bestreite ich ja überhaupt nicht, dafür gibt es ganz handfeste, nachvollziehbare und von mir auch bekanntgegebene Gründe. Wie es sie übrigens auch bei jedem anderen Berufskollegen gibt, wenn er denn noch handwerklich arbeitet. Dass ich aber bewusst und mit Vorsatz kleinere Brötchen backe, um sie teuer zu verkaufen, ist schlicht und ergreifend unwahr. Das geht gegen mich persönlich und meine Handwerksehre. Es stimmt ganz einfach nicht. Wer mich wirklich kennt, weiß, dass es solch krummen Tricks bei mir nicht gibt. Meine Mitarbeiterinnen in den Filialen hören von mir immer dann, wenn es Grund dafür gibt, dass sie Ihnen (als unseren Kunden) ohne Berechnung mehr Brötchen in die Tüten geben sollen, um Gewichts- und Größenmängel auszugleichen. Ich betone auch jedes Mal, dass sie Ihnen das auch sagen sollen - und hier kann es durchaus vorkommen, dass dieses Weitersagen nicht immer so funktioniert. Nicht jedem Menschen fällt es leicht, solche "Pannen" direkt anzusprechen. Das soll sich in Zukunft aber ändern und wir werden diese Themen offensiver angehen.

Bleibt noch der Kritikpunkt Wertschätzung meiner Mitarbeiter. Alle Erfolge, die wir (und dieses wir meine ich auch genau so) in den letzten Monaten erreicht haben, waren nur dadurch möglich, dass sich meine Mitarbeiter weit, weit mehr engagiert und eingesetzt haben, als es eigentlich üblich wäre. Die neue Filiale in Korbach wird wirklich richtig gut angenommen, die anderen Filialen sind ebenfalls sehr gut im Rennen, wir arbeiten also unter vollem Einsatz unserer Kapazitäten. Da kommen durchaus auch Stressmomente auf, in denen dann in der Backstube auch mal Klartext gesprochen wird. Daraus mache ich keinen Hehl. Ich lasse aber solche Situationen nie ungeklärt im Raum stehen, das können Ihnen meine Mitarbeiter bestätigen. Schon gar nicht dann, wenn ich einmal über das Ziel hinausgeschossen sein sollte. 

Deshalb nochmals: Ich schätze, anerkenne und respektiere meine Mitarbeiter sehr. Mir ist absolut klar, dass wir unseren Betrieb nur dann weiterhin gut am Laufen halten, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Und das ist ganz bestimmt nicht nur so dahin gesagt.

Ich hätte mich gefreut, wenn die Stammkundenfamilie ein persönliches Gespräch mit mir gesucht hätte, statt einen anonymen Brief zu schicken. Zumal sie ausführt, dass "viele Ihrer (also meiner) Kunden so denken." Ich bin nicht perfekt und werde es auch nie sein - aber ich rede gerne mit meinen Kunden, wenn sie mir etwas zu sagen haben. Das meine ich ernst. Machen Sie deshalb von meinem Gesprächsangebot gerne Gebrauch!

Ihnen allen wünsche ich ein glückliches, gutes und erfolgreiches neues Jahr 2015.
Ihr Dirk Weber

 

 

Freitag im Angebot:

  • Brot vom Einweihungsfest - 750 g für 3,00 €
  • Butterberliner - 3 Stück für 3,00 €